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Der geistliche Impuls für den Monat Oktober 2020 von Heinz Mast (Ältester im Christlichen Zentrum Reutlingen)

                                 

Das ist die Freiheit der Kinder Gottes,

das ist die Freiheit, die Du uns gibst,

das ist die Freiheit der Kinder Gottes,

so ist die Freiheit, weil Du uns liebst.

 

Dieser Refrain eines Liedes von Albert Frey ging mir in den vergangenen Tagen immer wieder „im Kopf herum“, wie man so schön sagt. Aber es diente dazu, dass ich intensiver darüber nachdachte. Was ist die Freiheit der Kinder Gottes?

Zuerst und vor allem besteht die Freiheit für uns als Gottes Kinder darin, dass Jesus uns von unserer Schuld freigemacht hat, aus Liebe zu uns. Allein das zu erfassen, braucht manchmal Gnade, weil unser Gefühl oder auch unser Verstand uns etwas anderes sagen wollen. Es ist aber Fakt: Jesus hat uns frei gemacht von Sünde und Schuld! Das ist schon genug Grund zu danken. Die Freiheit als Kind Gottes geht aber darüber hinaus. Falsch verstanden wäre diese Freiheit, wenn wir daraus ableiten würden, alles tun zu dürfen, was wir wollen und auf nichts und niemand Rücksicht nehmen zu müssen. Das macht ein Wort des Apostels Paulus in Galater 5,13 sehr deutlich:

„Ihr aber, Brüder und Schwestern, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt, sondern durch die Liebe diene einer dem andern.“

Leider ist es so, dass unser Fleisch uns einen Strich durch die Rechnung machen kann. Unser Fleisch, oder mit anderen Worten unsere Natur, kümmert sich doch gerne um unser Ego, um Anerkennung für uns, um unsere Leistung. Oft merkt man es gar nicht, dass man dadurch unfrei wird und sich in Abhängigkeiten hineinmanövriert, die nicht gut sind. Da richtet sich der Blick auf die Leistungsbilanz, auf Menschen und ihre Anerkennung, auf unser Wohlergehen und anderes mehr. Frei zu sein heißt aber, genau diese Dinge nicht zu bedienen und sich nicht in falsche Abhängigkeit zu begeben.

Das, was Paulus schreibt ist ein Geheimnis, das sich erst dann richtig erschließt, wenn man es praktiziert. Von unserem natürlichen Empfinden her ist es unlogisch, dass die Liebe zum Nächsten und das Dienen frei machen soll.

Warum ist das so? Unser Blick weitet sich und wird damit freier. Er geht von uns weg hin zum anderen. Und was passiert, wenn der andere es genauso macht? Es macht Freude, sich das auszumalen und sich in der praktischen Umsetzung vorzustellen, wie eine Atmosphäre spürbar wird, in der man sich gerne und frei begegnet.

Wenn wir damit überfordert sind und uns nicht in der Lage sehen, diesem Anspruch gerecht zu werden, gibt es glücklicherweise die Gnade Gottes, die uns dabei hilft.

Folgen wir doch einfach dem Aufruf von Paulus: „Seht zu, dass ihr….“ Das deutet auf einen Prozess hin, den wir nicht von heute auf morgen abschließen können, sondern in dem wir lernen dürfen. Sehen wir zu, dass wir in dieser Berufung leben!

Mit Gottes Hilfe und dem Blick auf IHN wird es gelingen.

Das wünsche ich mir und uns allen.

 

Herzliche Grüße

Heinz Mast

 

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