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Der geistliche Impuls für den Monat Februar 2021 von Karl Ruoff (Ältester im Christlichen Zentrum Reutlingen)

 

Liebe Geschwister,

heute möchte ich mit euch gerne einen Bibelvers teilen, der mir im ersten Moment relativ nichtssagend war.

 

 

 

Was will der Vers verdeutlichen?

Wie das Spiegelbild eines Gesichts dem Original entspricht, so entspricht das Denken (= Herz) eines Menschen dem Menschen.

Das bedeutet doch, um mich selbst zu erkennen, um zu erfahren, wer ich bin und wie ich bin, da brauche ich den anderen. Es reicht offensichtlich nicht, mich nur unter anderen Menschen zu bewegen, sondern es hat etwas mit dem Herzen zu tun. Wo ich das Herz des anderen erreiche und wo der andere sein Herz mir gegenüber öffnet.

Das Spiegelbild des anderen in meinem Herzen tragen, passiert nicht nur unter Verliebten, sondern geschieht auch unter Freunden. Im Prinzip immer da, wo ich den anderen wenigstens ein bisschen ins Herz schließe und der andere mich. Wer die Herzensnähe meidet, oder wer nicht auf den anderen schaut, erkennt sein Gegenüber nicht, oder nur ganz oberflächlich. Wer alle Beziehungen auflöst, wer sich isoliert, wer sein Herz total verschließt, ist in Gefahr, sich selbst zu zerstören.

Mich selbst erkennen im Herzen des anderen ist etwas Besonderes. Wenn dann der andere noch mit dir spricht, dich ermutigt aus seiner Sicht oder dich sogar noch reflektiert und dir damit hilft, dich selbst zu sehen, wie du wirklich bist, dann ist das ein sprechendes Spiegelbild. Gott sagt in der Schöpfungsgeschichte, es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei. Daraufhin schuf Gott zu deinem „Ich“ ein Gegenüber, das „Du“.

Im anderen Göttliches zu erkennen, ist kein Problem bei den Menschen, die ich mag. Bei Menschen, die sich nicht leiden können, ist das schwer. Ebenso bei Menschen, die dich verletzt haben. Trotzdem ist jeder Mensch zum Bilde Gottes geschaffen. Jeder Mensch trägt etwas von Gottes Würde in sich, egal ob er jung oder alt, nett oder kratzbürstig, hübsch oder hässlich oder sogar tief in Sünde verstrickt ist.

Das heißt doch für uns, dass wir den Blick auf den anderen nicht verlieren sollen. Er ist genauso wie du und ich zu Gottes Bild geschaffen und verdient unseren Respekt, auch wenn es uns gerade schwerfällt.

Man sieht nur mit dem Herzen gut, so steht es in Epheser 1,18.

„Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr berufen seid.“


Die Augen nehmen nur das wahr, was sichtbar ist. Das Herz aber nimmt wahr, was Wesentlich ist! Er schenkt uns Gaben, Kraft, Gelegenheiten und Gelingen. Er befähigt und ermächtigt uns, in seinem Namen zu wirken. Das beflügelt unser Herz und belebt unseren Geist!

Euer Karl Ruoff

 

 

 

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